Sonntag, 21. Dezember 2008

Weihnachten


Weihnachtsgedicht

Joseph Freiherr von Eichendorff (1788-1857)


Markt und Straßen stehn verlaßen,

Still erleuchtet jedes Haus,

Sinnend geh' ich durch die Gaßen,

Alles sieht so festlich aus.


An den Fenstern haben Frauen

Buntes Spielzeug fromm geschmückt,

Tausend Kindlein stehn und schauen,

Sind so wunderstill beglückt.


Und ich wandre aus den Mauern

Bis hinaus ins freie Feld,

Hehres Glänzen, heil'ges Schauern!

Wie so weit und still die Welt!


Sterne hoch die Kreise schlingen,

Aus des Schnees Einsamkeit

Steigt's wie wunderbares Singen -

O du gnadenreiche Zeit!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

ja schon wieder ein neues "blog-outfit"!!! Auch nicht schlecht!!
Freu mich auf neue Wohnungs-bilder!
schönen Tag
lg

by Bettina hat gesagt…

:o) Das Gedicht kenn ich. ;o) In der Schule musste ich das lernen und letztes Jahr hab ich dieses Gedicht zusätzlich zu meinen Weihnachtsgrüßen verschickt. :o)